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HĂşsavĂk (Färöer)
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• Einwohner: 77 (1. Januar 2007)
• Postleitzahl: FO-230
• Kommune: HĂşsavĂkar kommuna
Der Ort existiert seit der Wikingerzeit auf den Färöern. Es gibt zwei alte Ortsteile, wobei das Dorf gemäß einer Sage frĂĽher in einer Talsenke, KvĂggjagil, westlich der gegenwärtigen Hauptsiedlung lag. Dort lassen sich Siedlungsreste sowie Spuren einer Kirche und eines Friedhofs nachweisen.
Es gibt auch eine Sage, gemäß der das Dorf im 14. Jahrhundert durch den Schwarzen Tod ausgelöscht und danach auf dem Ostufer des Bachs wieder aufgebaut wurde.
Die Dorfkirche stammt von 1863. Im Ort gibt es ein ca. 130 Jahre altes, nunmehr unter Denkmalschutz stehendes ehemaliges Wohnhaus mit Grassodendach zu sehen: á Breyt. Es ist ein Museum und Filiale des färöischen Nationalmuseums.
An der Hafenmole steht ein Relief von TrĂłndur Patursson. Der breite Sandstrand von HĂşsavĂk gehört zu den fĂĽr Grindwalfang zugelassenen Orten.
Contents
• Literatur
• Weblinks
• Einzelnachweise
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Die Sage von der Herrin von HĂşsavĂk
V. U. Hammershaimb veröffentlichte in seiner Sammlung färöischer Sagen 1846 die Erzählung von der reichen Herrin von HĂşsavĂk. Sissal habe sie geheiĂźen, sei eine bitter arme Magd auf der Insel SkĂşvoy gewesen. Eines Tages schlief sie ein, mit dem Gesicht auf dem Boden. Im Schlaf sagte ihr eine Stimme: Du schläfst ĂĽber Gold! Grabe unter dem RĂĽcken zwischen den beiden Seen, dort sollst du das finden, was dich reich macht. Das passierte dreimal. SchlieĂźlich löste sie mit Hilfe einer alten Frau das Rätsel: Die beiden Seen seien ihre Augen, der RĂĽcken sei ihre Nase. Sie grub an der Stelle und fand ein prächtiges Trinkhorn aus bestem Gold, das Horn von Sigmundur Brestisson, dem Helden aus der Färinger-Saga, der auf SkĂşvoy begraben liegt. Sie brachte das Horn ihrem Herrn, der sandte es an den König, und der König wusste das kostbare Geschenk zu schätzen: Er schenkte ihr den Wert des Hornes in Geld und dazu ein Landgut in HĂşsavĂk. Von dem Gold kaufte sie viel Land zwischen HĂşsavĂk und Skarvanes, und sie war wohl die reichste Frau auf den Färöern. Weiter heiĂźt es in der von Hammershaimb im 19. Jahrhundert aufgezeichneten Sage: Der Steinzaun, den sie um den Friedhof errichten liess, steht noch; die Wände der Heuscheune, der Grund des Boothauses, das Steinpflaster zwischen den Häusern im Dorfe, alles erinnert noch an die Hausfrau zu HĂşsavĂk. Se sei einer harte Herrin gewesen, heiĂźt es in der Sage. Einmal habe sie zwei Mägde lebendig begraben lassen. Und sie hatte ĂĽbernatĂĽrliche Kräfte, konnte verhindern, dass herabrollende Felsen von den das Dorf umgebenden Bergen ihren Besitz beschädigten. Das Wasserpferd Nykur musste fĂĽr ihre Gebäude und Umfassungsmauern Steine herbeischleppen, mit einem Runenzauber schĂĽtzte sie die Mauern.
Die Reste der großen Hofanlage heißen Heimi á Garði.
Die HĂşsavĂk-Briefe
Manches spricht dafĂĽr, dass die sagenhafte Herrin von HĂşsavĂk nicht Sissal hieĂź, sondern identisch ist mit der historischen Person Guðrun SjĂşrðardĂłttir. Als diese 1405 starb, waren ihre Kinder SjĂşrðr und ArnĂłra schon tot, ebenso ihr Mann, Arnbjørn Guðleiksson, ein Färinger aus HĂşsavĂk. Sie selbst stammte von den Shetlands. Und weil sie keinen Erben hatte, wurden sechs Dokumente aufgesetzt, von denen sich eine Abschrift erhalten hat, ein einziger groĂźer Pergamentbogen, auf dem die sechs Dokumente nebeneinander notiert sindcite-ref-1[1]. Aus diesen HĂşsavĂk-Briefen (färöisch HĂşsavĂkarbrøvini), einem sogenannten Diplom, geht hervor, dass sie Ländereien HĂşsavĂk, Skálavik und Sandur besaĂź, insgesamt etwa die Hälfte der Insel Sandoy, dazu Besitzungen in Norwegen und auf den Shetlands.
Literatur
[V.U. Hammershaimb]: Færöische Märchen und Sagen. Aus dem Færöischen ĂĽbersetzt von Dr. Otto Luitpold JiriczekJiriczek. In: Zeitschrift des Vereins fĂĽr Volkskunde. Zweiter Jahrgang 1892, Seiten 1–24, 142–165. Nr. XXIX. Die Hausfrau in HĂşsavĂk auf den Seiten 154–156.
Björn Hagström: Några ord om språket i Husaviksbreven. In: Fróðskaparrit. Annales Societatis Scientiarum Færoensis, Band 13. Tórshavn 1964, 18–27.
Hans Jacob Debes. Føroya søga 2. Skattland og Len. Føroya Skúlabókagrunnur, Tórshavn 1995, 110–122.
Sean D. Vrieland: The HĂşsavĂk Letters: A Medieval Faroese Diploma. Den Arnamagnæanske Samling, Kopenhagen (Netzpublikation).
Weblinks
Commons
: HĂşsavĂk (Färöer)
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
• Stamps.fo
• HĂşsavĂk. Faroeislands.dk, Info und Fotos (englisch)
Einzelnachweise
cite-note-11. ↑ Abbildung u. a. bei Vrieland.
61.81-6.6813888888889coordinatesKoordinaten: 61° 49′ N, 6° 41′ W